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Guareschi

Biographie

1954: Die Geschichte Ta-Pum del Cecchino ("Ta-Pum des Heckenschützen" - der Prozess De Gasperi)

Am 20. und 27. Januar 1954 veröffentlicht Guareschi in Candido die Fotokopien zweier Briefe mit der Unterschrift De Gasperis: der erste, maschinengeschriebene Brief trägt das Datum vom 19. Januar 1944 und fordert das englische Militärkommando von Salerno auf, die Partisanen mit Waffen zu versorgen, und die Bombenangriffe über die militärischen Ziele der Peripherie Roms durchzuführen, um "den letzten moralischen Widerstand" der Bevölkerung zu brechen. Der zweite völlig handgeschrieben mit dem Datum vom 26. Januar 1944 benachrichtigt einen unbekannten Führer der Partisaner davon, dass Verstärkung bald ankommen werde, und dass man "von Salerno auf den Gnadenschluss" warte.

Anfang Februar verklagt De Gasperi Guareschi. Der Schriftsteller aus der Bassa gibt dem Gericht von Mailand die zwei Briefe, die er von Enrico De Toma bekommen hat, und ein Schriftgutachten, das aber von den Justizbehörden nicht in Betracht gezogen wird.

Am 15. April wird Guareschi zu 12 Monaten Gefängnis wegen Verleumdung verurteilt. Er geht nicht in Berufung und am 26. Mai kommt er in das Gefängnis "San Francesco" von Parma. Er bittet nicht um Gnade oder Vergünstigungen und genießt keinen Straferlass. Während seiner Inhaftierung wird ihm an die Strafe auch die vorherige Verurteilung (vgl. Prozess Einaudi) angerechnet.

Dezember: Der Corrierino delle Famiglie erscheint. Es handelt sich um die literarischen Abenteuer der Familie Guareschi [Hauptfiguren: Giovannino (der Autor), Margherita (Ennia, die Frau Guareschis), la Pasionaria (Carlotta, die Tochter) und Albertino (Alberto, der Sohn)].

Während seiner Inhaftierung erfährt er von dem Tod De Gasperis (9. August 1954, Sella di Valsugana, Trient), wozu er folgendes sagt:
Ich betrachte niemanden als Feind. Niemand konnte meinen Hass erregen! Ich warte nur darauf, dass die Leiche meines Jahres eines verlorenen Lebens vorbeigeht. Und, wenn irgendeine Leiche inzwischen vorbeigeht, weder freue ich mich darüber noch quäle ich mich damit. [...] Mein Herz ist leer und sorglos.

 

 

 

 

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Karikatur: Guareschi in Ketten

 

Karikatur: Guareschi kommt in das "Gefängnis der Republik"

 

Parma, Mai 1954: Guareschi kommt in das Gefängnis "San Francesco" von Parma

 

Die Familie Guareschi

 

Die Corrierino delle Famiglie